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Taschengeld

Der deutsche Innenminister, Herr Thomas de Maizière, will den Flüchtlingen aus dem Balkanraum, die seiner erlauchten Meinung ohnehin keine Chance, keinen Anrecht und keine Hoffnung haben sollen, Asyl zu bekommen, zur Abschreckung keine Sozialhilfe, kein Harz IV und keine Übergangsgelder auszahlen, sondern ab sofort nur noch ein Taschengeld. Gut, dass auf dem Balkan kein Spanisch gesprochen wird, denn es wäre nicht leicht, den Unterschied zwischen Taschengeld und andere Geldleistungen juristisch wasserdicht zu erklären. Eine juristisch nicht wasserdichte Erklärung wäre es, wenn man wahrheitsgemäß zugeben würde, dass es einfach weniger Geld ist, als man sonst bekäme und bisher bekommen hat. La semanada, la mesada, dinero para gastos personales o particulares, schlägt Leo vor. Das überzeugt mich alles nicht. Auf Englisch ist es schon besser: allowance, pocket money, spending money, weekly allowance. Klingt schon besser. Das paternalistische herablassende Element klingt deutlicher durch. Der Vorschlag ist dennoch eine populistische Frechheit vom Herrn de Maizière auf die er nicht stolz sein sollte. Zu seiner Beruhigung kann man feststellen, dass er nicht der einzige Politiker ist, der meint, im Sommerloch Kapital aus diesem Thema schlagen zu müssen.

Übrigens hat das Wort Taschengeld keinen Plural.

Taschengeld ist nicht das Geld, welches sich Politiker in die eigene Tasche stecken, das ist etwas anderes. Fragen Sie bei Gelegenheit den Herrn Rajoy nach dem Begriff sobre.

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