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Pechvogel

Im Deutschen ist ein Pechvogel jemand, der oft Pech hat. Laut Wikipedia: Der Begriff Pechvogel stammt aus der Zeit der mittelalterlichen Vogeljagd. Damals wurden Äste mit Pech bestrichen, damit die Tiere darauf kleben blieben und gefangen werden konnten. So wurde der Pechvogel zum Symbol für jemanden, der ein Missgeschick erleidet. Auch der Ausdruck „Pech haben“ ist auf diesen Ursprung zurückzuführen. Heute wird kein Pech mehr verwendet, sondern Leim (daher der Ausdruck: Jemanden auf den Leim gehen). Verboten sind sowohl Leim wie auch Pech zum Zwecke der Vogeljagd sowieso, und zwar zu recht. Und im Spanischen? Da kann man zwar sagen „los hay que nacen con estrella y los hay que nacen estrellados“, also: Manche haben Glück, andere haben Pech. Das ist zwar nicht ganz dasselbe, aber immerhin. Und noch etwas gibt es auf Spanisch: Den gafe. Jemand, der anderen Pech bringt. An Bord eines Schiffes konnte dieser Aberglaube lebensgefährlich sein, so manch einer soll aus diesem Grund über Bord geworfen worden sein. Das scheint sogar gewirkt zu haben, wie wüssten wir sonst davon, wenn das Schiff nicht gerettet worden wäre? Wenn jemand in einer Fußballmannschaft diesen Ruf erlangt, ist er als Spieler erledigt. Bis zum Beweis des Gegenteils, was in der Regel nur durch den Gewinn eines Titels gelingt. Vermutlich kann Michael Ballack ein Lied davon singen. Er könnte es jedenfalls, wenn er das Wort dazu hätte. So, wie Deutsch aufgebaut ist, kann er nur sagen, er wäre ein Pechvogel. In Spanien aber würde sie, da bin ich mir ziemlich sicher, sagen er wäre ein gafe.

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